Urlaubstage dürfen nicht abgerundet werden

Eine Abrundung von Urlaubstagen ist nach dem BAG unzulässig. Das BAG hat mit Urteil vom 08.05.2018 (Az. 9 AZR 578/15) entschieden, dass eine Abrundung von Urlaubstagen unzulässig ist. In seinem Urteil hat das BAG ausgeführt, dass ein Abrunden nur dann zulässig wäre, wenn in einem anwendbaren Tarifvertrag eine Abrundung vorgesehen sei.

Zu Grunde lag der Entscheidung des BAG die Klage einer Mitarbeiterin eines Flughafens. Diese hatte laut dem anwendbaren Tarifvertrag einen Anspruch von 28,15 Urlaubstagen. Der Arbeitgeber hatte 28 Urlaubstage genehmigt. 0,15 Urlaubstage hatte der Arbeitgeber aus Gründen der Vereinfachung gestrichen. Dagegen hatte die Arbeitnehmerin geklagt und recht bekommen. Das BAG hat in seiner Entscheidung ausgeführt, dass gesetzlich zwar, ab 0,5 Urlaubstagen, ein Aufrunden vorgeschrieben sei, sich aber keine Anhaltspunkte für die Zulässigkeit eines Abrundens finden würden. Das BAG hat weiter ausgeführt, dass Anhaltspunkte für ein zulässiges Abrunden sich auch aus einem Tarifvertrag ergeben könnten, was aber im entschiedenen Fall auch nicht zutraf.

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