Zuweisung der Ehewohnung an einen der Ehegatten

Grundsätzlich können Eheleute, die eine Scheidung ins Auge gefasst haben, zunächst innerhalb der Ehewohnung getrennt leben. Gibt es jedoch unüberbrückbare Schwierigkeiten, kann ein Ehegatte verlangen, dass der andere ihm die Ehewohnung oder einen Teil davon zur alleinigen Benutzung überlässt soweit dies notwendig ist, um „unbillige Härten“ zu vermeiden. Das kann z.B. dann der Fall sein, wenn die im Haushalt lebenden Kinder durch die eheliche Situation unangemessen beeinträchtigt würden. Solche Entscheidungen sind immer auf den Einzelfall bezogen. Das Wohl der Kinder steht im Vordergrund und es gilt, schwere Spannungen und Belastungen von ihnen fernzuhalten. Eine solche unbillige Härte hat das OLG Hamburg jetzt in einem Fall angenommen und bestätigt, wo aufgrund der Spannungen zwischen den Eltern und den sehr beengten Wohnverhältnissen ein Getrenntleben in der Wohnung konfliktfrei nicht möglich war und den Kindern erhebliche Belastungen drohten.

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